3.8.2019 - Von Blutsaugern, Schnee, Eis...

...und Land Nummer 17! Stefan hat heute die Grenze zu Kirgistan passiert!

 

 

 

Tag 9, Karakul Teil 2:

Karakul ist ein kleines Dorf, das letzte vor der Grenze nach Kirgistan.Der Karakul ist ein gewaltiger See, der mit 3800 Metern Höhe vermutlich einer der höchsten ist. Auf den See hab ich mich lange gefreut, quasi eine der Wegmarken. Als er auftaucht ist es tatsächlich erhaben. Ein blaues Band, unter weißen Gipfeln umgeben von Wüste. Je näher ich komme, desto schöner die Farben. Dann kommen die Mücken und Bremsen. Bleibe ich stehen umkreist mich jedwedes blutsaugendes Getier. Und sticht schneller als ich zuschlagen bzw. schnell auf den Auslöser drücken kann. Zum Ufer sind es vielleicht 2km. Bis ich da bin, bin ich leergesaugt. Karakul Besichtigung aus Lebenserhaltungsgründen gestrichen.

 

 

 

 

Tag 10 - Schnee!

 

 

Am nächsten Tag früher Aufbruch, da ab 11 Uhr der Gegenwind einsetzt. Und zwar spürbar. Umschwärmt von Moskitos also los Richtung Grenze, die in 2 Tagen erreichbar sein sollte. 2 Pässe, beide nicht dramatisch hoch, der Grenzübergang nach Kirgistan liegt auf halben Weg nach Saritash auf einem Pass in 4200msl.

 

 

Hinter Karakul führt der Pamir Highway zwischen 2 Hügelketten in die Mondlandschaft zurück, hier erwischt uns der Wind. der sich in den nächsten Stunden zu einem ausgewachsenen Sturm entwickelt. Die letzte Bergkette vor Kirgistan ist schwarz und der Wind treibt uns  Sandfahnen entgegen. 3 km vor der Grenze bauen wir in einem sandigen Loch ein bisschen windgeschützt die Zelte auf. Ab 4 Uhr liegen wir in den Zelten und hören dem Sturm zu der an den Stangen rüttelt. Lange kalte Nacht.

 

Am nächsten Morgen Schnee auf den umliegenden Hügeln und Eis auf den Zelten und Rädern.

 

 

 

 

Tag 11 -  Raus aus Tadschikistan!

 

Grenzposten nach 2km, Passhöhe nach 4km erreicht, dahinter 20km No-Man’s-Land bis an die kirgisische Grenze.

Krasse Bergstrasse, aber es wird grün. und Blumen! Gelber Mohn, Gras, Flüsse, Pfützen in den Schlaglöchern. So wenig Kilometer hinter dem Pass eine komplett andere Landschaft. Nach der langen Zeit in der kargen Pamir Wüstengegend ist das erfrischend und schön. So viel Schnee plötzlich auf den Bergen, was für krasse Gipfelketten. Von über 4200 auf 3500 msl.

 

Dann Grenze und KIRGISTAN.

 

 

Radio Pamir beendet damit seine Übertragung und übergibt an die Kollegen von Radio Saritash*, bis ab Osh wieder Korrespondent Stefan seinen Dienst an der Reiseschreibmaschine aufnimmt.

 

 

*Anm der Redaktion - noch ein Rebranding??

 

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Christian (Montag, 05 August 2019 11:32)

    Lieber Stefan
    klingt alles recht hart in der letzten Woche. Großartige Landschaft. Bleib' gesund und pass auf Dich auf.
    Herzliche Grüße,
    Christian

  • #2

    Helmut (Donnerstag, 08 August 2019 20:39)

    Wie war es früher unda vordem mit Radio pamir so bequem Danke
    .